Wie beherrsche ich meine Sinne?

Über die Kunst von "Nicht zu viel und nicht zu wenig"

| 15. Februar 2013 | 0 Kommentare
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Autor: Gaurahari Dasa / Bild: Srila Bhaktivinoda Thakur (1838-1914), einer der großen Pioniere des Krishna-Bewusstseins in der Neuzeit. Gaurahari Prabhu fand einige erstaunliche Punkte über Sinneskontrolle in Bhaktivinoda Thakurs Buch “Bhaktya-Loka”

Unsere Sinne sind von Natur aus transzendental, aber sie werden durch die materielle Natur verunreinigt. Dann verursachen sie, eine stetige Seele schwach zu machen. Wir erinnern uns, wie oft Srila Prabhupada erwähnt hatte, dass Sinnenbefriedigung das Gegenteil von hingebungsvollem Dienst sei. Srila Bhaktivinoda Thakur schreibt in seinem Buch Bhaktya-Loka interessanterweise:

“Wenn die Sinne mit den Objekten der Sinnenbefriedigung in Berührung kommen, genießen sie. Diese Art von materiellem Genuss ist obligatorisch für die verkörperte Seele. Ohne Genuss der Sinnesobjekte kann ein Lebewesen nicht überleben. Sobald jemand den Sinnesgenuss aufgibt, verlässt er seinen Körper. Deshalb kann die Aufgabe des Sinnesgenusses nie in die Praxis umgesetzt werden.”

Wie lassen sich diese beiden unterschiedlichen Aussagen erklären? Bhaktivinoda Thakur erklärt, dass drei Regeln befolgt werden müssen, damit unsere Sinne nicht durch die materielle Natur verunreinigt werden:

A) Man sollte Sinnesobjekte als die Barmherzigkeit des Herrn und nicht in einem Geist der Freude  akzeptieren.

B) Man sollte Sinnesobjekte nicht zu viel und nicht zu wenig annehmen.

C) Man sollte nur die Sinnesobjekte annehmen, die für hingebungsvollen Dienst vorteilhaft sind.

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Sri Srimad A.C.Bhaktivedanta Swami Prabhupada (1896-1977), der Gründer-Acharya der ISKCON

Srila Prabhupada führt diesen Punkt in der Erläuterung zum Vers 5.1.17 des Srimad-Bhagavatam noch weiter:

“Unsere erste Sorge sollte daher daraus bestehen, die Sinne zu beherrschen, und da die Sinne nur im hingebungsvollen Dienst des Herrn kontrolliert werden können, sollte dies unsere wichtigste Aufgabe sein, die Sinne im hingebungsvollen Dienst zu beschäftigen. ”

In Srimad-Bhagavatam 3.7.13 veranschaulicht Srila Prabhupada dieses Prinzip:

“Ein ungezogenes Kind künstlich zurückzuhalten ist nicht das wahre Heilmittel. Dem Kind muss eine bessere Betätigung gegeben werden, sodass es von selbst aufhört, Unfug zu treiben.“

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Krishna-Bewusstsein gibt uns eine solch große Chance, alle unsere Sinne direkt im Dienst von Radharani und Krishna zu beschäftigen. Srila Prabhupada beendet seine Erläuterung mit einem magischen Satz:

“Man muss durch seine Aktivitäten so transzendental gesättigt (getränkt – imprägniert) sein, dass der Herr mit uns zufrieden ist und uns in Seinem transzendentalen Dienst engagiert. Nur dann werden unsere Sinne für immer zufrieden sein.”

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Der Autor: Gaurahari Dasa, Prediger und Leiter des „Goloka-Dhama“ Seminarzentrums im Hunsrück

Gaurahari Dasa ist der neue Leiter des Seminarzentrums „Goloka Dahama“ im Hunsrück. Er lebt als zölibatärer Mönch und unterrichtet die Wissenschaft des Bhakti-Yoga. Mehr Informationen zum Goloka-Dhama-Projekt findet man auf www.goloka-dhama.de

Das Video stammt aus dem Jahre 2009 von unserem Besuch in Goloka-Dhama

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Category: Gaurahari Dasa, Krishna und die Welt, Prabhupada, Tempelverehrung

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