Toleranz gegenüber Atheismus

Manche Menschen können die Vorstellung, dass es einen Gott gibt, nicht ertragen. Für sie gibt es den Atheismus.

| 3. Januar 2017 | 0 Kommentare
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Mir sagte gerade jemand, er sei Atheist, stehe aber Religion tolerant gegenüber. Er habe Verständnis dafür, dass manche Menschen einen Gott brauchen, andernfalls würden sie der Hoffnungslosigkeit verfallen, da sie verstünden, dass ihr Leben sinnlos und vergänglich ist. Sie bräuchten einen Halt, also jemanden, der sie immer beobachtet und auf sie aufpasst, ein Wesen, dass ihnen immer überlegen ist, eine Vaterfigur. Sie brauchen eine klare Orientierung von Gut uns Böse, die sie nur von einem Gott bekommen. Man müsse also Verständnis mit Menschen haben, die solche Vorstellungen brauchen, die sie dann Religion nennen. Deshalb stehe er Religion tolerant gegenüber.

Das war meine Antwort:

Ich stehe dem Atheismus ebenfalls tolerant gegenüber, da ich denke, dass es den „Glauben-dass-es-keinen-Gott-gibt“ ebenfalls geben muss. Denn dieser Glaube gibt einer bestimmten Gruppe von Menschen Hoffnung. Andernfalls wäre das Leben für sie schlichtweg unerträglich. Sie müssten sich fortwährend damit abfinden, dass es ein alldurchdringendes Wesen gibt, welches uns ständig beobachtet, unsere Handlungen, unsere tiefsten Gedanken und Intentionen kennt, ein Wesen, welches uns in jeder Hinsicht überlegen ist, den Maßstab für Gut und Böse setzt und durch das Karma-Gesetz dafür sorgt, dass alle unsere Handlungen wieder ausgeglichen werden – auch über dieses eine Leben hinaus. Für eine bestimmte Gruppe von Menschen ist diese Vorstellung schlichtweg unerträglich und dafür haben sie im Laufe der Zeit den Atheismus gegründet, der bis heute mit verschiedenen Facetten fortbesteht. Ich stehe dem Atheismus deshalb ebenfalls tolerant gegenüber.

Autor: Paramshreya Dasa (Phillip Trier Rabe)

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Category: Darwin & Co., Diverses, Shiva & Param, Ulkig

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